
Ich gehe schon gute 20 Minuten in die falsche Richtung als mich jemand ruft und sagt, dass ich die gelben Pfeile beachten muss. Aha, danke. So lernt man. Jetzt beginnt es. Ich bin nicht mehr in der Stadt, die eine natürliche Umgebung eines Großstadtlers ist, jetzt bin ich in der Natur, wo auf mich all diese wilde Hunde und Bullen, und Schlangen gierig warten. Zuerst aber ist die Natur noch ziemlich gezähmt und ähnelt einem großen gepflegten Park um einen großen See herum voller Brombeerenbüschen und großen, grünen Kräuter. An einem Gitterzaun sehe ich das erste Mal die kleine Magie des Weges, aus zwei Zweigen gefertigte Kreuze, in den Zaun eingeflochten. Überall auf der Strecke ließen die Pilger kleine und große Spuren, Steinskulpturen, Kreuze, Votivgaben, Grafittis, Texte. Ich flechte mein Kreuz ein, zwei Stengel des Johanniskrauts - für Ania, gegen ihre Angst, dass sie vielleicht Krebs hat. Auf die Untersuchungergebnisse muss sie noch eine Woche warten... Am Rande des Parks sitzt in einer Holzbude ein Mönch in einer braunen Kutte. Offcio Marcelino heisst der Bretterverschlag, wo auf einem Tisch Apfel, Kekse und mit gelben Pfeilen bemalte Steine liegen. Auf die Wand gelehnt stehen Pilgerstäbe. Zu Mitnehmen. Ich nehme einen Apfel und einen Pilgerstab. Morgen nehme ich aus dem Rücksack meine Jakobsmuschel. Jetzt kann ich es, jetzt bin ich auf dem Weg.
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